Neues Schuljahr – neues Glück

Da wir das Leben nicht verlängern können, müssen wir es verdichten.

Roger Willemsen

Ein Sommer der nie zu Enden scheint liegt hinter uns. Unendlich lange Sonnenstunden, viel Wärme und Zeit für genussvolle Stunden ohne Termindruck. Nun ist es aber wieder soweit. Mit den bereits wieder kürzer werdenden Tagen und den Tautropfen über Nacht, hat der Schulalltag wieder begonnen. Was zunächst mit etwas Wehmut und zwiespältigen Gefühlen beginnt, wird bereits nach kurzer Zeit wieder zur Normalität.

Auch für mich beginnt ein neuer Abschnitt. In meinem neuen Beratungsraum konzentriere ich mich ab diesem Schuljahr zu 100 Prozent auf meine Tätigkeit als Lernberaterin. Die alleinige Raumnutzung ermöglicht es mir in der Terminvergabe flexibler zu sein und mich noch mehr nach der Kundschaft zu richten. Ausserdem gibt es mir Zeit und Raum, die vielen Ideen und Projekte zu realisieren die mir am Herzen liegen.

Seit 15 Jahren habe ich mir ein breites Wissen und einen grossen Erfahrungsschatz in Bezug auf die Entwicklung, die Betreuung und das Begleiten von Babys, Kleinkinder, Schulkindern und Jugendlichen angeeignet. Dieses Wissen und meine Leidenschaft Menschen dabei zu unterstützen ihre Ziele zu erreichen, kann ich bei meinen Entfaltungsberatungen einbringen. Gross und klein können davon profitieren. Mit dem Ziel: Niemand soll verloren gehen! Lernen ist eine evolutive Eigenschaft, die alle von Anfang an in sich tragen. Diese gilt es ein Leben lang zu waren und dazu Sorge zu tragen.

Mein aktuelles Angebot:

  • Lernberatungen für Verhaltens- und Schulthemen für Kinder und Jugendliche
  • Coaching und Beratung für Eltern, PädagogInnen und anderen Interessierten
  • Infoanlässe/Referate rund um die Evolutionspädagogik® und deren Umsetzung im Schul- und Familienalltag
  • “Evolutionspädagogik® im Klassenzimmer” Beratung von Spielgruppen/Schulen
  • “Evolutionspädagogik® erleben” ein Workshop für Kindergruppen (Spielgruppe, Kiga, Schule)

Ab Frühjahr 2023, nach Abschluss meiner Weiterbildung zur Kursleiterin, sind geplant:

  • Elternworkshops zum Thema Evopäd® im Familien- und Schulalltag
  • Schulung von Pädagog*innen rund um die Themen lernen und Kommunikation

Gerne beantworte ich eure Fragen rund um meine Tätigkeit und unterstütze euch und eure Familie bei Lern- und Verhaltensthemen. Kontaktiert mich noch heute per Telefon oder E-mail.

Evopäd® im Unterricht – Ein Besuch im Schulhaus

Vor kurzem verbrachte ich einen Vormittag mit den Schüler und Schülerinnen der Schule Papillon in Aarburg. Das Ziel war, die Kinder verschiedene Bewegungsimpulse aus der Evolutionspädagogik® entdecken zu lassen. Egal ob gross oder klein, alle waren mit Interesse und Freude dabei und probierten nach und nach den gesamten Evopäd® Bewegungsparcours aus, den ich für sie zusammengestellt hatte.

Die letzten Vorbereitungen im Vorfeld

Nach einer Instruktion im Morgenkreis und einer gemeinsamen Begehung des Parcours, liessen wir die Kinder frei in ihrer Entscheidung, welchen Ablauf sie wählten. Es war auch möglich an ihren eigenen Lernangeboten zu arbeiten und das Angebot überhaupt nicht zu nutzen. Eigene Bedürfnisse sollten im Vordergrund stehen, allerdings immer mit Rücksicht auf die der anderen Teilnehmer*innen. Instinktiv wussten die Schüler*innen bereits beim ersten Kennenlernen, welche Posten sie sofort ausprobieren wollten. Nach und nach trauten sie sich aber auch an grössere Herausforderungen wie z.B. schwierigere Ausführungen der Übungen, Unterstützen und begleiten von anderen Kindern oder Posten, an die sie sich zu Beginn nicht heran wagten. Wir stellten fest, dass die Schüler*innen länger und intensiver sich mit dem Parcours beschäftigten als wir erwartet hatten.

Für jeden ausprobierten Posten konnten die Kinder in ihre Büchlein ein Stempel setzen und ihre damit ihre Erfahrung dokumentieren. Dieses Büchlein soll, nebst der Erinnerung an den Vormittag, eine Ermunterung sein, auch künftig die eine oder andere Übung zu wiederholen. Sei es im Schulalltag, zu Hause oder nur als gedanklicher Impuls.

Nebenbei hatte ich Gelegenheit, mich mit den beiden Lernbegleiterinnen Fiona Hess und Nadja Kunz über den Schulalltag auszutauschen. In welchen Situationen können die Übungen auch künftig in den Unterricht integriert werden? Wie lässt sich das Klassenzimmer mit den bestehenden Materialien bewegungsanregend und lerngerecht gestalten? Wir stellten fest, dass das Meiste vorhanden war und sich alle Bewegungsangebote mit dem bereits Vorhandenen unkompliziert realisieren lassen. Dadurch, dass die Kinder und ihre Lernbegleiterinnen die Übungen nun kennen, lassen sich diese auch in Zukunft individuell und nach Bedarf in kurzen Sequenzen in den Unterricht einbauen.

Nach dem kurzweiligen Vormittag verlasse ich zufriedene Kinder und Lernbegleiterinnen, die sich mit Elan dem weiteren Schultag widmeten.

Diese unkomplizierte Art und Weise die Evopäd® kennenzulernen ermögliche ich gerne auch anderen Kindern und ihren Lernbegleiter*innen. Meine mobile Beratungspraxis wartet auf ihren nächsten Einsatz. Bei Interesse meldet euch unverbindlich bei mir. Egal ob Altersheim, Kindergarten, Krabbelgruppe, Spielgruppe, Schule, Musikschule etc. Evopäd® lässt sich überall einsetzen und ich erarbeite individuelles Angebot.

Ohne meine Assistenten geht nichts

Meeting Evopäd© – Säugetier

Mittels kurzen Blogartikeln stelle ich euch in regelmässigen Abständen, Beispiele aus meinem Arbeitsalltag mit der Evolutionspädagogik vor. Diese Einblicke sollen aufzeigen, welche Sicht die Evopäd© auf Verhaltensweisen hat und wie eine Lösung aussehen könnte.

Wer zum ersten Mal zu mir in eine Beratung kommt, der macht auch gleich Bekanntschaft mit der Säugetier-Stufe des Evopäd®-Modells. Die meisten Tests die ich in der ersten Beratung durchführe ordnen wir dieser Stufe zu. Dies macht auch Sinn, denn die Evolutionspädagogik® setzt damit an der Schnittstelle vom unbewussten zum bewussten Denken an. Wenn dieser Übergang, sowie auch die Verbindung von der rechten zur linken Hirnhälfte stabil ist, dann gelingt es am erfolgreichsten Stress zu überwinden und Problemlösungen zu finden.

Wenn jüngere Kinder zu mir in die Praxis kommen, dann liegt bereits eine liegende Holzacht an ihrem Platz am Tisch. Eine neue Umgebung, eine unbekannte Frau und eine Diskussion, bei der sich alles um die eigenen Person dreht, ist eine stressige Angelegenheit und verunsichert die meisten Kinder. Deshalb nutze ich dieses einfache Hilfsmittel und biete dem Kind die Gelegenheit, die Acht mit einer Kugel oder dem Finger abzufahren. Während ich erste Worte mit der erwachsenen Begleitperson wechsle, hat das Kind bereits die erste Stresshürde gemeistert. Die liegende Acht hat geholfen, das Kind spielerisch in seiner Gefühlssicherheit zu stärken. Bei älteren Klient*innen erfolgt die selbe Stabilisation mit einer gemalten liegenden Acht auf dem Papier und den dazugehörigen Schlaufen.

Viele allgemein bekannte Übungen aus Brain-Gym oder Bewegungsübungen aus der Kinesiologie unterstützen die Zusammenarbeit der Gehirnhälften und stabilisieren diese Stufe. Dies ist auch der Grund, weshalb viele Lehrpersonen sie im Unterricht einsetzen. Sie wissen, ein ausbalanciertes, stressfreies Gehirn lernt am besten und Kinder sind in der Regel gerne für Bewegungsübungen zu haben. Eine Win-Win-Situation für alle!

Ein grosser Vorteil bietet die Evopäd® in ihrer Interpretation, wann bzw. bei welchem Verhalten ein Kind (oder Erwachsener) von Übungen dieser Stufe profitieren kann. Ist eine Person aggressiv, traurig, ängstlich, schlecht gelaunt, weinerlich, nicht sicher in seinen Bedürfnissen, dann ordnen wir dies der Säugetierstufe zu. Dann ausgeführt, helfen die Übungen am meisten und ermöglichen es aus der Unausgeglichenheit herauszufinden.

Andere Themen dieser Stufe können sein: Probleme mit dem Zeitmanagement, Nähe/Distanzempfinden, links/rechts Unsicherheit, fehlende Händigkeit.

Möchtest du mehr erfahren? Evopäd® Übungen gezielt in der Schule oder auch privat einsetzen? Gerne gebe ich darüber Auskunft.

Säugetiere treffen sich

Immer Sonntags…ein Gedankenspiel aus der Evopäd®

Die 10 Schlüssel der Evopäd®

  1. Lernen ist ein langsames “Sich aufrichten”.
  2. Jede der sieben Gehirnentwicklungsstufen entspricht einer bestimmten Wahrnehmungs- und Erlebniswelt.
  3. Es gilt immer festzustellen, aus welcher Gehirnentwicklungsstufe heraus ein Mensch im Augenblick agiert und reagiert.
  4. Die Welt erschliesst sich uns durch Bewegung und Tun.
  5. Jede Stufe hat ihre Sprache, Fähigkeiten und Möglichkeiten.
  6. Gezielte Förderung ist nur über dieses Verstehen möglich.
  7. Bewegung fördert das gesamte Netzwerk im Gehirn.
  8. Aufgabe der Pädagogik ist es, zu schauen, aus welcher Stufe ein Kind die Welt wahrnimmt.
  9. Nicht das, was gesagt wird ist wichtig, sondern das, was ankommt.
  10. In der Evolutionspädagogik® wird nicht bewertet, sondern beobachtet.