Homeschooling – ein Tagebuch – Tag 1

Eine Familie bestehend aus Vater, Mutter und 3 Kindern wird durch die Schulschliessung, eine Massnahme der Schweizer Regierung in der Corona-Krise, mit Homeschooling konfrontiert.

Freitag, 13. März 2020 Ich bin nicht abergläubisch, auch kam der Entscheid nicht unerwartet. Bereits seit einigen Wochen verfolge ich die Situation bedingt durch das Virus mit dem Krönchen (wie es mir unser Bub so schön beschrieb). Bereits am Morgen hatte ich im Telefongespräch mit einer befreundeten Mutter gesagt, dass ich überzeugt sei, dass der Bundesrat in der Pressekonferenz am Nachmittag diese aussergewöhnliche Massnahme beschliessen werde. Dann als es soweit ist, ist es dennoch unerwartet. Unfassbar, dass ich dies erlebe. Jedes Kind träumt von einer Schulschliessung und es passiert doch nie. Kranke Lehrer, viel Schnee (ja in meiner Kindheit gab es dies noch), hohe Temperaturen, Schulhausumbauten und nie gab es einen Grund die Schule zu schliessen. Da bin ich nun und kein Kind mehr. Ich bin die Mutter und sehe meinen Kindern beim Jubeln zu. Meine Gefühle würde ich als «gemischt» bezeichnen. Ich schwanke zwischen freudiger Erwartung und ängstlicher Skepsis.

3 Gedanken zu „Homeschooling – ein Tagebuch – Tag 1#8220;

  1. Hallo
    Habe von Conny Niederberger den Link zu deinem Tagebuch erhalten und beginne jetzt mit Lesen. Genau der erste Eintrag spricht mir aus der Seele, selber Klassenlehrerin an einer 2. Sek, Mami von einer kleinen Tochter und an jenem Freitag, den 13. krankheitshalber zuhause. Noch zwei Wochen zuvor hatte ich mit meiner Klasse Witze gemacht, dass sich doch insgeheim schon jeder mal Schulfrei gewünscht hätte… und dann das!

    • Liebe Ramona, auf deine Mitteilung hin, habe ich mir meinen Eintrag auch noch einmal durchgelesen. Es fühlt sich noch heute so unwirklich an. Ich hoffe, du und deine Tochter, habt euch einigermassen mit der Situation arrangiert und seid gesund und munter. Ganz liebe Grüsse und danke fürs lesen! Mirjam

  2. Liebe Mirjam
    Seit unserem Mailwechsel vor ein paar Tagen lese ich hier mit.
    Heute Abend fange ich hier noch mal bei eurem 1. Tag an. Danke für dein Schreiben, danke, dass du uns an eurem Alltag und deinen Gedanken teilhaben lässt.

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